zur CD:
CD-Kritik.de 1.2004
aus dem Interview : "Sein Leben rückwärts gelebt..." zum 75. Geburtstag von Serge Gainsbourg mit dem Chanson-Experten Gerd Heger (Saarländischer Rundfunk): Gerd Heger:..., aber in Deutschland bislang nur eine Aufnahme mit Gainsbourg (auf Französisch) zu finden ist, nämlich die ziemlich gelungene Aufnahme von Anouk Plany, die am großen Jazz-Serge schon lange hängt. ...
FOLKER! (Magazin für Folk, Lied und Weltmusik) Januar 2004
An Gainsbourg- Interpretationen sind schon etliche gescheitert. Nicht so die Berliner Sängerin (und Schauspielerin), die mit vorzüglichen Begleitmusikern (vorwiegend der Ex-RIAS Big Band) mehr oder minder bekannten Werken des 1991 verstorbenen Querkopfs nebst Eigenkompositionen und Chansonklassikern mit Gespür, Spaß und Fantasie (neues) Leben einhaucht.
Tip (Berlin) 6.11.2003
Eine frankophile Berlinerin schnappt sich respektvoll, aber ohne
überflüssige Ehrfurcht elf Chansons des legendären Serge und verpasst
ihnen mit Hilfe einiger hochkarätiger Jazzer ein neues, frisch groovendes
Gewand, um einige davon noch zu kurzen, frei assoziierenden Instrumentalschnipseln
zu zerbröseln. Und als wäre das nicht genug, liefert sie als
Zugabe die beste Version des Piaf-Megahits "Padam" der letzten 20 Jahre.
3 Punkte (ks)
Berliner Zeitung 8./9. November 2003
... aufsehen erregend an dieser Neuinterpretation ist nicht nur die rauchige Stimme von Plany, sondern auch die originelle musikalische Begleitung, mit welcher das Orchester, allen voran Pianist Andreas Schmidt, den Liedern neues Leben einhaucht.
MELODIVA E-MAGAZINE 1/2004
Anouk Plany, "chante Gainsbourg et caetera"
Dieses Album der Sängerin, Schauspielerin, ausgebildeten
Tänzerin und Pianistin Anouk Plany ist sowohl eine allgemeine Hommage an das französische Chanson wie
auch eine spezielle an den französischen Komponisten Serge Gainsbourg. Kunst aus Frankreich - egal ob Film,
Literatur, Architektur oder Musik - ist immer eigenwillig und individuell, und doch zugleich bezaubernd und
verführerisch. Dieser extravaganten Note fügen Plany und ihre Berliner Kollegen ihre eigene Interpretation
hinzu, und schöpfen dabei aus ihrer langjährigen Jazzerfahrung. Mit von der Partie sind außer Plany Andreas
Schmidt, Dirk Strakhof, Kai Schönburg, Sören Fischer, Mirco Grosser, Paul Kleber, Grégoire Peters, Michael
Merkelbach, Barbara Buchholz und Planys Tochter Oona (Track 15). Die variantenreiche Stimme der Plany führt
die HörerInnen hauchend, hüpfend, kraftvoll und zart durch die Stücke. Dabei gefallen die ruhigen Stücke
besser, doch auch die fetzigeren Stücke besitzen durchaus ihren Charme. Ein abwechslungsreiches,
fantasievolles Album einfühlsamer und virtuoser MusikerInnen. (Antje Köhn)
Bewertungen der Rundfunksender:
| RBB-MultiKulti | Anna-Bianca Krause | sehr gut |
|---|---|---|
| Saarländischer Rundfunk SR2 | Petra Rieß | sehr gut |
| Deutschlandfunk / WDR | Karsten Mützelfeld | sehr gut |
| Nordwestradio / Radio Bremen | Volker Steppat | gut |
| WDR 5 | Elise Schirmacher | gut |
| Saarländischer Rundfunk SR | Gerd Heger | gut |
Stimmen zu Live-Konzerten:
Tip (Berlin) 23/2003
Selten genug, doch manchmal ist es möglich, das Beste zweier Welten zusammenzufügen. Auf dem Album Anouk Plany chante Gainsbourg et cætera, dessen Erscheinen es heute zu feiern gilt, gelingt es, Charakter und Witz des großen Serge zu wahren, um doch mit großer Experimentierfreudigkeit dessen Chansons mit frischen Jazzgrooves und allerlei Anleihen bei Pop, Reggae, 60s-Rock usw. neues Leben einzuflößen. Und wenn sie schon mal dabei sind, gönnen Anouk und ihr hochkarätiges Quartett (Andreas Schmidt/Piano, Sören Fischer/Posaune, Dirk Strakhof/Bass, Kai Schönburg/Drums) auch Edith Piafs "Padam" eine kleine Auffrischung und verschmelzen Jazz und Chanson in einer Weise, als hätten es Gainsbourg und Kollegen schon immer so angelegt.
Berliner Morgenpost 28.8.1996
...Blau en bleu heißt das neue Programm von Anouk Plany und ihrer exzellenten Band. Doch von Traurigkeit oder Melancholie ist wenig zu spüren, dafür strahlt die Frontfrau einfach zu viel Power aus. Vom rauchigen Sprechgesang bis hin zu weiblichen Kieksen zieht sie alle Register... (A.S.)
Tip (Berlin) 21/2000
Tanz der Vampirin
So charmant wie abgründig bezaubert Anouk Plany mit neuen Chansons auf Deutsch und Französisch. Die
Band spielt Jazz.
Premiere: Freitag, der 13., Vollmond. Ideal für einen Chansonabend, der sich der Erhellung des Dunklen und
Unheimlichen verschrieben hat. Doch Licht im Schatten, das neue Programm von Anouk Plany, ist alles andere
als eine kluge Bloßstellung psychologischer Unzulängligkeiten.
Gespenster entspringen allenfalls der Vergangenheit ihrer Bühnenfiguren. Die Schattenseiten, „das, was
wir auch Unbewusstes nennen, was Menschen motiviert, wenn sie bestimmte Wahnsinnigkeiten begehen”, will
Anouk ins Licht der Erkenntnis setzen. Die Grundfrage ist simpel: „Warum macht sich der Mensch das Leben
schwerer, als er muss?”
Daraus entwickelt Anouk ein Kaleidoskop der skurilsten Absonderlichkeiten im Alltag schaurig-normaler
Beziehungsgeschichten. Und verzichtet dankenswerterweise auf jegliche Schuldzuweisung, denn als feministische
Weltverbesserin sieht sie sich nicht. Dafür ist Anouk eine zu genaue Beobachterin ihrer Umgebung, die die
Unvernunft der Tabus und Eitelkeiten lieber bis zur Kenntlichkeit vorführt, als sie anzuprangern. Das Ergebnis
ist schmerzlich und schön zugleich und bisweilen durchaus komisch.
Etwa die Hältfe des Programms besteht aus französischen Chansons von Serge Gainsbourg, dem sich Anouk eng
verbunden fühlt: „Er hat die großartigsten Lieder geschrieben, und er liegt mir, spricht mir aus der Seele.”
Neben aller textlichen Tiefe sorgt eine junge Band fürs Hörvergnügen. Vom Pop-Chanson der 60er Jahre bis
zum Barjazz reicht ihr beachtliches musikalisches Spektrum. Und zum schräg-düsteren Höhepunkt des Abends
intoniert sie ein 15-minütiges Free-Jazz-Epos, während Anouk das emotionale Saugen ihres `Geliebten Vampirs`
mit einer dramatischen Tanzeinlage illustriert. (K.S.)
Der Tagesspiegel (Berlin) 25.8.1996
Jazz-rockige Chansons
Die Schauspielerin und Sängerin, die sich mal witzig-spritzig gibt, mal unbarmherzig hart, meistens
aber ziemlich verrückt und ziemlich charmant, interpretiert aktuelle Themen; sie bedient sich der jazz-rockigen
Chansons von Serge Gainsbourg... ...unterstützt wird Anouk Plany von Andreas Schmidt (Klavier), Sören Fischer
(Posaune), Dirk Strakhof (Bass) und Paul Kleber (Schlagzeug). (jk)
Zitty (Berlin) 23/1996
...wollen Sie’s dröhnend-rockig oder melancholisch jazzig? Bei Anouk Plany bekommen sie alles...das ist ihr großes Plus: sie singt nicht nur in allen Nuancen; sie spielt auch die verschiedensten Typen dazu. Diese Wandlungsfähigkeit ist spannend anzusehen. Mythen sollen das übergreifende Thema des Programms blau en bleu sein... (GdF)
Zitty (Berlin) 9/1998
...daß es in den meisten Chansons letztendlich doch um die Liebe geht, dürfte nicht weiter überraschen. Doch die Berliner Sängerin geht da mit ihren meist selbstverfassten Chansons einen ganz eigenen Weg. In einer Mischung aus gefühlvollen Sprechgesang und intonierten Melodien rückt die gelernte Schauspielerin dem anderen Geschlecht gerne mal ganz ungemütlich auf die Brustbehaarung... (MS)